Monday, June 16, 2008

WWW - Weimar War Wunderbar

Ja, ich war mal wieder unterwegs. Diesmal ging es nach Weimar. Meine Großeltern hatten die ganze Familie, also Kinder, Enkel und Urenkel zur Feier ihrer 80. Geburtstage zu einem kleinen Familien-Wochenende eingeladen. Leider hat ja Harald in letzter Minute noch dafür gesorgt, dass er nicht mitkommen konnte, und so bin ich am Freitag Mittag mit den Kindern allein gefahren. Die Anfahrt war sehr schön, denn es ging erst durch den Harz, dann durch die Goldene Aue gen Appolda, wo sich unser Hotel befand. Der erste Abend endete in einer sehr empfehlenserten Gaststätte namens 'Bar N°1', wo Oma Hanni endlich einmal gezeigt bekam, wie man Spaghetti richtig isst. Sehr zur allgemeinen Belustigung!


Am Samstag ging es zunächst per Kutsche durch Weimar. Unser Kutscher informierte uns über allerlei interessante Dinge zu Weimar und seiner Geschichte. Endlich konnte ich die Orte, von denen ich in Jutta Heckers Büchern immer nur gelesen habe, auch mal in echt sehen. Und ich war erstaunt, wie stark manches von meiner Vorstellung abwich. Die Altenburg liegt ja fast in der Stadt, während ich immer dachte, dass es von Weimar fast ein Tagesausflug zu Fuß ist, um dort hin zu kommen. Die Kutschfahrt endete Mittags auf dem Markt. Nach einer gemeinsamen Stärkung trennten sich die Wege von alt und jung. Während Mutti, Vati, Oma, Opa, Silvia und Markus die historischen Gebäude in der Stadt besichtigten (in erster Linie waren das das Wohnhaus von Schiller:und das Haus am Frauenplan, in dem Goethe 50 Jahre lang gelebt hat:
), machte ich mich mit den Kindern auf Entdeckungstour durch den Park an der Ilm. Die Wanderausrüstung incl. Rucksack, Karten und diversen anderen nützlichen Dingen konnte man sich an der Kasse des Schlossmuseums ausleihen. Georg griff sich gleich die Karte und so ging es im Gänsemarsch durch den Park.

Der beliebteste Anlaufpunkt ist natürlich das Goethesche Gartenhaus, in dem der Dichter einige Jahre lebte. Ich hatte mir das Gelände rundherum vollkommen anders vorgestellt. Zum Beispiel hatte ich immer den Eindruck, dass die Ilm direkt hinter dem Garten entlangfließt. Tatsächlich ist sie aber 100m weit weg und nicht hinterm Garten, sondern davor...


Abends gab es dann einen Sektempfang im Hotel und ein köstliches Essen. Die Kellnerin war so nett, noch ein Gruppenfoto zu machen:

Und am Sonntag fuhren wir alle wieder nach Hause. Silvia und Markus bereits nach dem Frühstück. Der Rest der Gesellschaft besichtigte erst noch das Wielandsche Gut, dass nur wenige Touristen anzieht, obwohl eigentlich Wieland der Begründer der Deutschen Klassik war und es nur Ihm zu verdanken ist, dass Goethe nach Weimar kam und Schiller dort mit Ihm zusammenkam. In seinem Garten liegt auch Sophie Brentano begraben, die Schwester von Clemens Brentano und Bettina von Arnim. Sie starb dort bei einem Besuch.

Von Oßmanstedt, wo sich Wielands Anwesen befindet, ging es dann nach Tiefurt, um das Sommerschloss von Herzogin Anna Amalie zu besichtigen. Das Schloss war sehr schön, leider konnte ich nur noch die Sommerküche fotografieren, bevor meinem Fotoapparat endgültig der Saft ausging...Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen fuhren auch wir unserer Wege. Kurz vor 17 Uhr waren wir dann wieder zurück in Sebexen. Im Kofferraum befand sich ein kleiner Ginko Biloba, DAS Mitbringsel aus Weimar... Und der wird noch heute im Garten ausgepflanzt.

Fest steht, dass ich unbedingt noch einmal zurück muss. Da ich den Kindern zuliebe auf ein straffes Kultur- und Besichtigungsprogramm verzichtet habe, sind noch einige Lücken zu füllen!

Last weekend the kids and I went to Weimar, to meet my family for a big birthday celebration. Unfortunately Harald had to stay home as you may already know, if you read my last post. We arrived at our hotel on Friday afternoon. In the evening my parents, grandparents, my sister, er boyfriend, the children and I went to a great restaurant, where my grandmother learned how to eat spaghetti. (1st photo) Next day we all went on a horse carriage ride to see the sights of Weimar and to learn a little about it's history. Famous Germans used to live here, like Goethe, Schiller, Herder, Bach, Lizt (okay he is not really a German) and more. While most of us went to enjoy the museums in town (e.g. 2nd photo, the house where Schiller lived and 3rd photo where Goethe lived), the kids and I rented hiking gear at the museum shop to explore the Park at the Ilm (little river that runs through Weimar). Most famous sight in the park is the house Goethe lived in for a few years, also called Goethe's Gardenhouse (4th photo). It is not at all located as I had imagined. The river does not run right behind it's garden, instead it is about 100 yards away. Good to see things in real life that you only read about in books...
Then, in the evening we all enjoyed a great dinner and the waitress was kind enough to take photo of all of us.

Sunday, after breakfast Silvia and Markus packed up to go back home, while the rest of us went to Oßmanstedt, a little town, where Wieland, who really was more famous than Goethe in his time, who also invited Goethe to stay in Weimar and introduced him to Friedrich Schiller, lived. Many tourists only go to see the places where Schiller and Goethe lived, but forget about the DOZENS of other bright and famous people who also spent time of their lives in Weimar. So the house of Wieland was really quiet, only a few other people than us where there. Next and last stopp was Tiefurt, where the summer palace of the Dutchess Anna Amalia is. It is only a tiny palace, more like a big house really, but surrounded by a huge park. And my camera ran out of energy, so the picture of the kitchen there was the last one I could take...

After lunch we also seperated. My parents and grandparents took the road south to get home to Würzburg, while the Kids and I went up in north western direction, headed for Sebexen, where we arrived about 5pm. I brought back aGinko Biloba tree to plant in my garden. Goethe made this tree well known in Germany, he was fascinated by it and even wrote a poem about it.

But I need to go back to Weimar eventually. There was so much to see and so little time...

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