Friday, August 15, 2008

Geständnis

Ich gebe es ungern zu, aber ich bin durchaus kein Freund sämtlicher landwirtschaftlicher Arbeiten. Es gibt tatsächlich Arbeiten, die ich regelrecht hasse. Dazu zählen so ziemlich alle, die es erfordern, dass ich mit einem Traktor und einer (durch den Traktor angetriebenen) Maschine unterwegs bin. Besonders schlimm ist es, wenn der Traktor nicht der John Deere, sondern einer von den Güldnern ist. Am schlimmsten, wenn es sich um den großen Güldner mit Frontlader handelt. Und am allerschlimmsten ist es, wenn die erforderliche Arbeit 'Strohpressen' genannt wird. Dann habe ich nämlich nicht nur mit einem Trecker, der sich schlecht schalten, lenken und bremsen lässt, sondern auch noch mit einer Strohpresse, die immer viel Gasgeben erfordert, auch wenn man gerade mal anhalten und z.B. schalten muss, und als Krönung obendrauf mit einem Mann (Harald), der hinten auf dem Wagen steht, um die Bunde zu stapeln, und mich immerzu anbrüllt, bzw. komische Zeichen gibt. Schlimm ist auch, dass man immer gleichzeitig nach vorn gucken muss, damit man nicht vom Weg abkommt, und nach hinten, damit man rechtzeitig reagieren kann, wenn z.B. die Presse verstopft. Dieses Kopfverdrehen macht mir einen steifen Nacken. Ein steifer Nacken verursacht manchmal Kopfschmerzen. Dann kann ich nicht scrappen. Schlimm! Schrecklich ist auch, dass mein Mann mit seinen Zeichen nicht immer dasselbe meint. Manchmal heißt es 'Mehr Gas!', kann aber auch '1.Gang' bedeuten. Oder das Zeichen für 'Presse etwas anheben' kann u.U. auch bedeuten, dass ich weniger Gas geben soll... Mit dem Gasgeben ist das sowieso schwierig, weil ich ja selbst dann, wenn ich mal langsamer fahren muss, weil z.B. das Strohschwad an einer Stelle dicker ist, immer gleichmäßig Gas geben muss. Und wie alle, die Auto fahren können, wissen, ist der Gasfuß auch der Bremsfuß. Also trete ich dann lieber auf die Kupplung. Allerdings werde ich dann nur langsamer, wenn wir auf dem geraden sind, oder bergauf fahren. Trete ich die Kupplung zu fest, bleibt auch gleich die Presse stehen = Geschrei und wilde Gesten von Harald auf dem Wagen. Trete ich die Kupplung zu schwach = Geschnarre aus dem Getriebe. Aber ich habe mich in den letzten Jahren dran gewöhnt. Begeistert bin ich trotzdem nicht, wenn Harald mit mir ins Stroh will. (Heu ist natürlich genau das selbe Drama).
Zur Belohnung für einen ganzen Nachmittag im Stroh habe ich abends was leckeres gekocht. Es gab Überbackene Forellenfilets auf Zitronenbett und Crash Hot Potatoes. Beides hat den Vorteil, dass es gleichzeitig im Ofen garen kann. So sah das Ergebnis aus:
Das Rezept für die Kartoffeln habe ich von 'Pioneer Woman', deren Blog ich gern lese. Aber der Ursprung des Rezeptes ist wohl etwas umstritten, wie man HIER nachlesen kann. Naja, egal, geschmeckt haben sie. Anders, als im Rezept beschrieben, habe ich die Kartoffeln vorher abgepellt. Mein Mann würde sie sonst nicht essen. Und ich habe sie mit der Hand plattgedrückt, weil bei der ersten Kartoffel die Hälfte am Stampfer hängen blieb. Für den Fisch habe ich ein Bett aus dicken Zirtonenscheiben bereitet, das Filet mit der Haut nach unten draufgelegt, mit Salz und Essig gewürzt, Paprikastreifen drüber und etwas Käse. Den Fisch habe ich auch erst 15 min vor Ende der KArtoffelgarzeit in den Ofen geschoben. War absolut lecker.

I must apologize to my English speaking readers, because I am just to lazy to translate all of the 1st part of my blog post. It is basically whining about certain work I have to do on the farm, involving my husband, the tractor and machines to press hay and straw bales. If there will be enough comments on this post requesting a full translation, I might consider doing so.
But I will not keep you in the dark about dinner yesterday. We had the Crash Hot Potatoes I found on Pioneer Woman's blog. Though there is some discussion about the origin of the recipe. You can read more about that HERE. Other than in the recipe I actually peeled the potatoes. Guess it is a German thing, but we actually DO peel our potatoes all the time. And, as scientific research prooved, there is no Vitamins hiding beneath the peel. It's a potatoe, no apple. Plus, if the potatoe already produced the poison Solanin, because it was exposed to light (sure sign is green spots on the skin), then that Solanin is mostly concentrated right underneath the skin. It won't kill you though. All it can do, if eaten in large amounts (like a whole pot of green potatoes) or by sensitive individuals, is, that your tummy will hurt terribly and you get sick and get diarrhoea, too. But you won't die. (Okay, don't quote me on that if you did die nevertheless.)
But back to the food: I placed the trout filet on a bed of lemon slices, added some salt, pepper, bell pepper strips and grated cheese and put it in the oven where the potatoes were already cooking, for about 15 min. It would be very clever, to do this in a way, that allows both dishes to be ready at the same time. So yummy!

2 comments:

Anonymous said...

This is Claire. Trout recipe sounds very yummy! I won't request a translation of the first part because I MUST practice German, so it is a good exercise for me! Still working on the pirates cards.....more detailed than I alloted time for, but it is fun. Ich wunche dir eine gute Wochende. (that is probably not correct grammar or spelling!!)

the Five Far From Home said...

I love this post!!! "Don't quote me on that if you did die"

HA HA HA HA HAAAAA!!