Monday, May 18, 2009

Guter Ratschlag # 354

Der letzte Blogeintrag liegt schon recht lange zurück. Tut mir schrecklich leid. Aber ich habe beschlossen, nicht mehr so viel Zeit am PC zu verbringen. Unglaublich, was man so alles schafft, wenn man den Computer mal ausschaltet.

Auf besonderen 'Kundenwunsch' habe ich einmal mehr das Kissen mit dem Patchworkpony gestickt. Die Mutter der kleinen Hedi hat es inzwischen erhalten und so kann ich es hier zeigen. So langsam kann ich das Stickmuster auswendig... Ist schließlich schon das 3. Mal, dass ich es gestickt habe. Zur Abwechslung habe ich gleich nach der Fertigstellung was total anderes angefangen. Die Fenster im Flur brauchen unbedingt neue Gardinen. Da ich aber keinen Gefallen an gekauften Gardinenstoffen finden kann, bleibt mir nur, selbst Hand anzulegen. Also habe ich mir nach langer Zeit mal wieder meine Häkelsachen vorgesucht und damit begonnen Gardinen zu häkeln. Das hat eigentlich schon Tradition. Denn von den 13 Fenstern, die ich hier bei mir habe, sind 10 von mir persönlich 'eingehäkelt' worden. Häkeln ist sowieso toll. Man braucht nur eine Rolle Garn und eine Häkelnadel, schon kann es losgehen. Das kann man praktisch immer in der Handtasche dabeihaben. So bleiben auch die lästigen Minuten, die man an roten Ampeln warten muss, nicht ungenutzt.

Meine Tamarinde wächst übrigens ganz prächtig. Von der Mango und den Logankernen ist leider noch nichts zu sehen. Aber als Anbauer tropischer Pflanzen muss man sich in Geduld üben. Die Keimung kann Monate dauern.

In der Zwischenzeit beobachte ich gern morgens das eifrige Treiben rund um den Misthaufen. Jede Menge gefiedertes Volk ist da zu sehen.

Zum Beispiel ein Tückentauben Pärchen....


Und ein paar gefräßige Stare

Natürlich gibt es viele Spatzen

Schwalben sind bei uns immer reichlich im Stall zum Brüten...

Manchmal kommt auch eine Ringeltaube zu Besuch. Die ist unglaublich groß. Fast schon so wie ein Huhn.


Viel kleiner dagegen sind die Kohlmeisen

Herr und Frau Amsel fühlen sich bei uns wohl. Das könnte daran liegen, dass meine Mutter eine nahe Verwandte ist, denn sie ist eine geborene Namsel...


Dann gibt es da noch den kleinen Hausrotschwanz
Und die ebenfalls sehr zierliche Blaumeise
Ziemlichen Krach macht der Buchfink
Und die Bachstelze hat ihr Nest gleich in der Nähe von meinem Küchenfenster

Beobachtet wird der Geflügelverkehr immer von der Miezekatze...

Und das hier sind meine kleinen Lieblingsvögel- 5 Enten und 2 Masthähnchen, die ich mir am Freitag gekauft habe. Die Hähnchen gibt es in ein paar Wochen, die Enten dann Weihnachten zum Mittagessen.
Ja, ich habe keine Hemmungen, Tiere, die ich selbst persönlich beim Namen kenne und die von mir gepflegt und gefüttert wurden, zu schlachten und zu essen. Manche kaufen sich ja lieber das Fleisch von einem 'anonymen' Tier im Supermarkt. Aber das ist nichts für mich. Ich lege Wert darauf zu wissen, wer da auf meinem Teller liegt und unter welchen Umständen er oder sie gelebt hat.
Seit ich die süßen Tiere habe, überhäuft mich meine Schwiegermutter mit (wohlgemeinten, aber durchaus nicht immer qualifizierten) Ratschlägen. Gestern zum Beispiel war sie der Meinung, die Enten brauchen unbedingt noch die Rotlichtlampe. Heute schlug sie mir vor, dass ich sie doch auch mal aus dem Stall rauslassen soll. Mein eines Hähnchen hätte ihre Liebe chon fast mit dem Leben bezahlt. Der arme Kerl hatte ziemliche Bauchschmerzen, weil sie meinte, die Enten und Hähnchen kurz nachdem ich sie in den Stall gesteckt hatte, mit Graupen füttern zu müssen. Da hat sich der Hahn wohl vollgefressen und nicht damit gerechnet, dass die Graupen im Magen auf das 10fache Volumen anwachsen. Aber es geht ihm wieder besser. Inzwischen bin ich (so circa) bei Ratschlag 354 angekommen. Hoffentlich kommt das Baby meines Schwagers bald, damit Schwiegermutter was anderes hat, wo sie kluge Ratschläge loswerden kann.

No comments: