Thursday, July 29, 2010

Das letzte Mal

...habe ich den Serviettenlack aus dem Pinsel gewaschen. Mit dem Hobby 'Serviettentechnik' ist hiermit auch Schluss. Falls einer von Euch Interesse an einer großen Kiste Servietten hat, bitte melden. Ansonsten werden sie so nach und nach die Kaffeetafel schmücken.


Wednesday, July 28, 2010

Entscheidung

Bevor hier etwas entschieden wird, möchte ich aber noch kurz ein Hochzeitsgeschenk zeigen. Naja, nicht das Geschenk selbst, das übrigens aus Platz-Sets und passenden Untersetzern bestand, sondern die Verpackung. Die finde ich nämlich recht gelungen.
Nun kommen wir zur Entscheidung. Ich habe entschieden, dass meine Oma recht hat. Ich muss abspecken. Nicht unbedingt Kilos, sondern anderen Ballast. Den Anfang macht meine Vielzahl an Hobbies. Wenn man einen Punkt erreicht hat, an dem die Menge der Hobbies die Zahl der Tage im Jahr überschreitet, dann ist das bedenklich. Genau diesen Punkt habe ich erreicht. Ich werde also in den nächsten Wochen, vielleicht Monaten, mein Bastelzimmer leeren. Den Anfang macht heute die Seidenmalerei. Ein letztes Tuch habe ich heute vormittag noch gemalt. Sozusagen zum Abschied.
Jetzt habe ich alles Material zur Seidenmalerei zusammengepackt und bin bereit, mich davon zu trennen. Wer möchte es? Enthalten sind 20 Tücher mit vorgemalten Gutta-Konturen, die nur noch ausgemalt werden müssen (das gezeigte Tuch ist da übrigens auch noch einmal dabei, natürlich unausgemalt), 48 Gläser Farbe (Marabu, Bügelfixierbar) mit größtenteils mehr als der Hälfte Farbe noch im Glas, manche sind unbenutzt, manche enthalten nur noch einen Rest Farbe. Weiterhin sind dabei ein kleiner Spannrahmen für Nickitücher, Besfestigungsklammern, ein breiter Pinsel und ein schmaler Pinsel, Effektsalz, ein Vorlagenbuch und einige Tuben Guttafarbe. Falls da draussen im WWW einer daran interessiert ist- ich gebe alles ab für 40 Euro incl. Versand, falls jemand kommt, um es abzuholen, gibt es statt der Rückerstattung des Portos noch einen Spannrahmen für Tücher bis 1,20m dazu. Und gerade habe ich noch bemerkt, dass ich auch Broschen und Tuchhalter habe. Div. Formen, gold, silber, schwarz. Für 5 Euro zusätzlich kommen sie mit ins Paket, für 8 Euro incl. Versand können sie auch separat verschickt werden.
Als nächsten müssen die gesammelten Jeanshosen dran glauben. Es handelt sich um 18 Jeans in diversen Farben, fast alles Erwachsenenhosen von Levis, auf die eine oder andere Weise zerschlissen, aber als Materialspender noch gut zu gebrauchen. Ich wollte daraus mal Taschen oder eine Picknickdecke nähen, aber das wird wohl nichts. Falls sie jemand gebrauchen kann- Gegen Erstattung der Portokosten sind sie zu haben.

Ich denke, dass ich in den nächsten Wochen noch das eine oder andere abzugeben habe. Falls Ihr etwas bestimmtes sucht, schickt mir eine Mail. Meine Freundinnen behaupten immer, ich wäre besser ausgerüstet als ein Bastelladen. Die Chancen stehen also gut, dass ich Euch weiterhelfen kann.

Tuesday, July 27, 2010

Friday, July 23, 2010

Weiter geht es

Von King's Lynn brachte uns die britische Eisenbahn bis nach Dorset. Die nächste Anlaufstelle war nämlich meine Freundin Daphne mit Mann, die inzw. nicht mehr in Würzburg, sondern in Iwern Minster (was, total anders gesprochen wird, als man vermuten würde. So wie der Leicester Square in London, der auch nicht logisch ist. Nicht mal für Engländer selbst, denn ich habe mal einen gefragt, der es hätte erklären können müssen!). Iwerne Minster ist zar ein öfters als schönstes Dorf in Dorset ausgezeichnetes Örtchen, hat aber keinen Bahnhof. Darum erwartete uns Daphne in Gillingham. Von der Schönheit Iwerne Minster's konnten wir uns bei einem kleinen Spaziergang überzeugen. Hier würde ich definitiv auch gern wohnen!

Die Kinder hatten natürlich nicht so besonders viel Ausdauer. Aber rein ins Haus konnten sie nicht, denn Daphne war gerade noch unterwegs, um ihren Mann von der Arbeit abzuholen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass sich sogar Tobias über unseren Besuch gefreut hat, denn so hatte er mal Mitspieler fürs Monopoly.

Am nächsten Tag wollten wir alle gemeinsam nach Poole fahren. Leider stellte sich heraus, dass das Auto nur für 4 Personen zugelassen ist. Da keiner bereit war, zuhause zu bleiben, fuhren Daphne und ich mit dem Bus (oben ganz vorn) und Tobias nahm die Kinder im Auto mit.

Poole ist ein sehr typischer englischer Badeort. Aber es gibt etwas, da beneide ich Daphne drum, und das, obwohl ich jetzt einen Bastelladen direkt hier im Haus habe (was etwas mit dem Foto von vor dem Urlaub zu tun hat, wo Amy und ich mit einem beladenen Lieferwagen zu sehen sind. Aber dazu später mehr) In der Nähe von Poole gibt es einen HobbyCraft. Und in diesem HobbyCraft Markt gibt es ALLES was man nur für JEDWEDES Hobby brauchen kann. Alles! Es war ein harter Tag für die Urlaubskasse....
Mit groß Ausgehen war es also nichts mehr an diesem Abend, das Geld war gut in Stick-, Scrapbook-, Tortendeko- und sonstiges Bastelmaterial angelegt. Darum gab es ganz traditionell Fish and Chips (aber ohne Essig!)
Am nächsten Morgen konnten wir noch einmal die wunderschöne Landschaft rund um Shaftsbury bestaunen...

Ehe wir wieder einmel am Bahnhof auf den Zug warteten, der uns zur nächsten Reiseetappe bringen sollte.

Thursday, July 22, 2010

Längst überfälliger Reisebericht

Seit nunmehr genau 14 Tagen sind wir wieder zurück aus England. Und der Urlaub war toll. Dass ich noch nicht darüber geschrieben habe, liegt lediglich am Zeitmangel, nicht daran, dass es nichts zu berichten gäbe.

Gleich am ersten Ferientag um kurz nach halb elf bestiegen die Kinder mit mir den Zug nach London. Die Bahnfahrt war zwar recht lang, aber gemütlich. Und man hat was von der Landschaft gesehen. Der Bahnhof in Brüssel ist nicht unbedingt ein Juwel, der Eurostar kein Muster an Bequemlichkeit und Komfort. Die reine Tunnelfahrt ist übrigens nur 20 min lang. Ganze 50km, dann ist man schon in England. 19 Uhr Ortszeit traf der Zug in London ein. Unsere erste Station war King's Lynn, wo meine alte Au-Pair-Familie inzw. lebt. Nur 40 min blieben uns in London, um von St.Pancras auf den Bahnhof King's Cross zu wechseln. Unser Zug fuhr übrigens von Gleis 9 (ohne 3/4). Zwischendurch musste ich noch schnell die BritRail Pässe abstempeln lassen. Und damit alles glatt geht, hat uns Georgs Patentante Michelle am Bahnhof empfangen und zum nächsten Zug begleitet. Weitere 90 min später wurden wir bereits freudig am Bahnhof von King's Lynn erwartet. Familie Miller brachte uns in Ihr hübschen neues Heim, wo die Kinder sehr müde ins Bett fielen, nachdem sie eine Pizza und reichlich frische Erdbeeren mit Baiser verdrückt hatten.
Am Samstag fuhren wir mit Lizzie (ja, ich war das au-pair von Elizabeth Queen, kein Scherz!) zum Schloss Sandringham, wo die Queen Elizabeth immer mit ihrer Familie die Weihnachtsferien verbringt. In der schlosseigenen Gärtnerei habe ich für mich eine neue Taglilie erstanden. Kein besonders kluger Kauf, denn es lagen ja noch weitere Zugreisen quer durch England vor uns. Aber sie ist heil bei uns zuhause angekommen.

Den Nachmittag verbrachten die Kinder damit, Kekse in Form von Fußballtrikot zu dekorieren. Das Spiel Deutschland gegen England sollte am nächsten Tag sein.

Unsere Gastgeber wissen offensichtlich, wie man Gäste verwöhnt. Nicht nur, dass den Kindern fast jeder Wunsch von den Augen abgelesen wurde, zum Abend gab es dann sogar ein riesengroßes Feuerwerk. Okay, das hätte auch ohne uns stattgefunden...

Bei strahlendem Sonnenschein (übrigens das typische Wetter, wenn ich in England Urlaub mache!) erreichten wir Sonntag Vormittag den Strand von Brancaster. Leider nahm das Wasser vor uns Reißaus. Während wir es bei der Ankunft noch in 200m Entfernung sehen konnten, verschwand es im Verlauf des Tages total aus unserem Blickfeld.

Das machte uns aber nichts aus. Wir haben, so wie es sich für Engländer gehört, ein (leicht sandiges) Picknick genossen und in der Sonne gelegen. Auf dem Foto ist übrigens Les Miller, der Vater in meiner Au-Pair-Familie.
Clara hatte ausreichend Platz, eine Sandburg zu bauen. Inzw. war der Strand ja so mindestens 1km breit und mehrere Kilometer lang. Sandstrände sind übrigens nicht die Regel, sondern ehr die Ausnahme in England. Und dank des Fußballgroßereignisses am Nachmittag, waren auch nur wenige Menschen hier.

Nach dem Strand ging es wieder zurück in Millers Garten. Der ist zwar nur ungefähr so groß wie mein Schlafzimmer, aber trotzdem sehr einladend.


Tja, dann waren die Tage in King's Lynn auch schon um und wir bestiegen den Zug, der uns zu Daphne nach Dorset bringen sollte...


Davon werde ich dann im nächsten Blogeintrag berichten.