Thursday, July 22, 2010

Längst überfälliger Reisebericht

Seit nunmehr genau 14 Tagen sind wir wieder zurück aus England. Und der Urlaub war toll. Dass ich noch nicht darüber geschrieben habe, liegt lediglich am Zeitmangel, nicht daran, dass es nichts zu berichten gäbe.

Gleich am ersten Ferientag um kurz nach halb elf bestiegen die Kinder mit mir den Zug nach London. Die Bahnfahrt war zwar recht lang, aber gemütlich. Und man hat was von der Landschaft gesehen. Der Bahnhof in Brüssel ist nicht unbedingt ein Juwel, der Eurostar kein Muster an Bequemlichkeit und Komfort. Die reine Tunnelfahrt ist übrigens nur 20 min lang. Ganze 50km, dann ist man schon in England. 19 Uhr Ortszeit traf der Zug in London ein. Unsere erste Station war King's Lynn, wo meine alte Au-Pair-Familie inzw. lebt. Nur 40 min blieben uns in London, um von St.Pancras auf den Bahnhof King's Cross zu wechseln. Unser Zug fuhr übrigens von Gleis 9 (ohne 3/4). Zwischendurch musste ich noch schnell die BritRail Pässe abstempeln lassen. Und damit alles glatt geht, hat uns Georgs Patentante Michelle am Bahnhof empfangen und zum nächsten Zug begleitet. Weitere 90 min später wurden wir bereits freudig am Bahnhof von King's Lynn erwartet. Familie Miller brachte uns in Ihr hübschen neues Heim, wo die Kinder sehr müde ins Bett fielen, nachdem sie eine Pizza und reichlich frische Erdbeeren mit Baiser verdrückt hatten.
Am Samstag fuhren wir mit Lizzie (ja, ich war das au-pair von Elizabeth Queen, kein Scherz!) zum Schloss Sandringham, wo die Queen Elizabeth immer mit ihrer Familie die Weihnachtsferien verbringt. In der schlosseigenen Gärtnerei habe ich für mich eine neue Taglilie erstanden. Kein besonders kluger Kauf, denn es lagen ja noch weitere Zugreisen quer durch England vor uns. Aber sie ist heil bei uns zuhause angekommen.

Den Nachmittag verbrachten die Kinder damit, Kekse in Form von Fußballtrikot zu dekorieren. Das Spiel Deutschland gegen England sollte am nächsten Tag sein.

Unsere Gastgeber wissen offensichtlich, wie man Gäste verwöhnt. Nicht nur, dass den Kindern fast jeder Wunsch von den Augen abgelesen wurde, zum Abend gab es dann sogar ein riesengroßes Feuerwerk. Okay, das hätte auch ohne uns stattgefunden...

Bei strahlendem Sonnenschein (übrigens das typische Wetter, wenn ich in England Urlaub mache!) erreichten wir Sonntag Vormittag den Strand von Brancaster. Leider nahm das Wasser vor uns Reißaus. Während wir es bei der Ankunft noch in 200m Entfernung sehen konnten, verschwand es im Verlauf des Tages total aus unserem Blickfeld.

Das machte uns aber nichts aus. Wir haben, so wie es sich für Engländer gehört, ein (leicht sandiges) Picknick genossen und in der Sonne gelegen. Auf dem Foto ist übrigens Les Miller, der Vater in meiner Au-Pair-Familie.
Clara hatte ausreichend Platz, eine Sandburg zu bauen. Inzw. war der Strand ja so mindestens 1km breit und mehrere Kilometer lang. Sandstrände sind übrigens nicht die Regel, sondern ehr die Ausnahme in England. Und dank des Fußballgroßereignisses am Nachmittag, waren auch nur wenige Menschen hier.

Nach dem Strand ging es wieder zurück in Millers Garten. Der ist zwar nur ungefähr so groß wie mein Schlafzimmer, aber trotzdem sehr einladend.


Tja, dann waren die Tage in King's Lynn auch schon um und wir bestiegen den Zug, der uns zu Daphne nach Dorset bringen sollte...


Davon werde ich dann im nächsten Blogeintrag berichten.

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